Einige bekannte Größen des Jazz, die ich bewundere,
und Worte, die ich mit ihnen verbinde
(ganz kleiner erster Brainstorming-Ausschnitt
völlig ohne Anspruch auf Vollständigkeit--
das würde sonst nämlich vieeeel zu lang...!):  

Betty Carter -> frei sein!
Chet Baker -> lässig-schlüssige Linien!
Anita O'Day -> Swing hoch drei!
Duke Ellington&Billy Strayhorn, Bronislau Kaper ->
"fine art of composing" mit dem gewissen Etwas!
A.C. Jobim -> unglaublich produktiver Genius!
Louis Armstrong -> pure Lebensfreude!
(siehe auch unter Poesie- "Manche Leute")

SCHUBLADE ? Immer diese Frage...Also stichwortmäßig wohl irgendetwas mit Mainstream, Latin, Blues, Swing, Bebop, Cool... aber eigentlich finde ich ein Einordnen nicht so nötig und überlasse das lieber anderen. Ich liebe Musik und ich liebe Freiheit - also lasse ich mich nicht gerne einsperren. Ich verändere mich ja auch selbst im Laufe der Zeit, - erstaunlich, wie anfällig die Ohren für Einflüsse aller Art sind...

Repertoire:  
...wächst und verändert sich ständig und umfasst weit über Hundert bekannte und auch wenig bekannte Standards aus dem Jazz- und Latin-Bereich, mit denen ich mich liebevoll und sorgsam beschäftigt habe, sowie eine Reihe eigener Songs. Texte vorwiegend englisch, portugiesisch, gelegentlich auch französisch, indonesisch, deutsch...   
Aus dem Standard-Repertoire habe ich passagere Vorlieben und permanente Hauptlieben...Die verrate ich dann, wenn ich sie singe...   

Woran ich gerade arbeite:
Es gibt so viele schöne Stücke, ich lasse mich von ihnen packen, komisch - manchmal singe ich nicht sie, sondern sie singen mich, sogar noch nachts im Traum (oder Halbschlaf?)...; ich improvisiere und analysiere, verbinde Intuition mit theoretischem Hintergrund..., versuche aus allen Puzzleteilen verschiedener Erfahrungen mein persönliches musikalisches Bild eines Stücks zusammenzusetzen..., "spiele" am Klavier..., komme immer wieder aus einer anderen Richtung an altbekannten Themen von Atmung, physischer und psychischer Technik und Kraft vorbei..., beschäftige mich mit den Soli der Meister (genaues Transkribieren ist zwar echt mühsam, aber auch erstaunlich und "bewegend")..., wundere mich beinahe täglich, wie weit sich ein ganz bestimmtes musikalisches Problem bei näherer Betrachtung doch auffächern lässt..., lerne weiter Brasilianisch - eine wunderbar vielfältig klingende Sprache mit melancholischer Poesie..., schreibe auch eigene Stücke und finde das gleichzeitig besonders schön und besonders anstrengend..., stehe manchmal auf einer Bühne und denke: Aaah, das ist es...diese Atmosphäre, der Raum, die Menschen, die anderen Musiker, das Zusammenfinden, das Einzigartige dieses Songs in dieser Minute, dieser Sekunde...


CD: Songs in Pastel Colors (2004)